von links: 1. Schüt­zen­chef Michael Zie­ren, Schüt­zen­kö­nig Heinz Holz­berg, Gäs­te­kö­nig Julien Mounier (Vor­stands­vor­sit­zen­der Stadt­werke Düs­sel­dorf AG), 1. Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel, Klaus Klar (Vor­stands­vor­sit­zen­der Rhein­bahn AG) Foto: Sabine Hanna

Das Regi­ment vom St. Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf 1316 e.V. erin­nert an die­sem Tag an die Prin­zes­sin, die auf­grund ihrer hilfs­be­rei­ten und mit­füh­len­den Art sehr beliebt bei der Düs­sel­dor­fer Bevöl­ke­rung war, die ihr den Ehren­ti­tel: „Engel der Armen“ verlieh.

Ste­pha­nie küm­merte sich per­sön­lich und manch­mal auch in Beglei­tung Ihrer Mut­ter, jedoch ohne die Hilfe von Die­nern, um die Armen und Schwa­chen in Düs­sel­dorf und wurde 1857 durch eine arran­gierte Hei­rat mit Dom Pedro V. Kö­nig von Por­tu­gal, zu Este­fa­nia Kö­ni­gin von Por­tu­gal. Auch als Kö­ni­gin von Por­tu­gal setzte sie sich wei­ter für die Belange der armen und Schwa­chen ein. Lei­der ver­starb Ste­pha­nie nur 14 Monate nach Ihrer Hoch­zeit an Diph­the­rie. Ihr Tod wurde sowohl in Düs­sel­dorf als auch in Por­tu­gal tief betrau­ert. In Düs­sel­dorf, wo man ihr ein Denk­mal setzte ist sie bis heute unvergessen.

Der Schüt­zen­ver­ein von 1316 ehrt die Hohen­zol­lern­prin­zes­sin tra­di­tio­nell am 01. oder 2. Sonn­tag im Mai mit dem Ste­pha­nien-Gedenk­tag. Das Regi­ment beginnt die­sen Gedenk­tag mit einer Kranz­nie­der­le­gung an der Ste­pha­ni­en­stele im Hof­gar­ten an der Jä­ger­hof­al­lee (Rei­talle), gefolgt von einem Got­tes­dienst in der Basi­lika St. Lam­ber­tus und einer Fei­er­stunde, die die­ses Jahr im Hen­kel­saal stattfand.

Am gest­ri­gen Sonn­tag Mor­gen erfolgte die Kranz­nie­der­le­gung zum ers­ten Mal durch den im August 2022 neu gewähl­ten Schüt­zen­chef Michael Zieren.Unterstütz wurde er dabei von sei­nen Schüt­zen­ka­me­ra­den dem Oberst Ernst Toni Kreuls und dem Schüt­zen­kö­nig Heinz Holz­berg. Eben­falls anwe­send waren die Ehren­gäste 1. Bür­ger­meis­ter Josef Hin­kel, die Bür­ger­meis­te­rin Clau­dia Zep­untke, der Gäs­te­kö­nig und Vor­stands­vor­sit­zende der Stadt­werke Düs­sel­dorf Julien Mounier und Klaus Klar, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Rheinbahn.

Nach dem Got­tes­dienst in der Basi­lika St. Lam­ber­tus und dem anschlie­ßen­den Abschrei­ten der Front durch den Vor­stand der Sankt Sebas­tia­ner von 1316 und der Ehren­gäste, wur­den bei der anschlie­ßen­den Fei­er­stunde im Hen­kel­saal ver­diente Schüt­zen­ka­me­ra­den geehrt.

Doch zuerst dankte der Schüt­zen­chef Michael Zie­ren dem amtie­ren­den Gäs­te­kö­nig Julien Mounier, der in die­sem Jahr die Kos­ten für das Fest­ab­zei­chen „Gol­dene Mösch“ über­nom­men hat und über­reichte den anwe­sen­den Ehregäs­ten das Fest­ab­zei­chen zum Schüt­zen­fest 2023.

Danach erfolgte die Ernen­nung von vier Schüt­zen­ka­me­ra­den zum Ehren­haupt­mann, Michael Dorn­busch, Det­lef Blank, Theo­dor Schmitz und Wal­de­mar Wal. Anschlie­ßend wur­den Jür­gen Wie­nen und Wer­ner Vieh­mann zu Ehren­mit­glie­der des Vor­stan­des ernannt.

Nach einer kur­zen Musik­ein­lage durch die Musi­ker des Blas­or­ches­ters Stadt­werke Kre­feld erfolgte die Ver­lei­hung der Ste­pha­nien Pla­kette. Seit 2011 ver­gibt der St. Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf 1316 e.V. diese Aus­zeich­nung alle zwei Jahre an Kame­ra­din­nen und Kame­ra­den, die sich inner­halb, oder auch außer­halb des Ver­eins in beson­de­rem Maße durch ihr sozia­les Enga­ge­ment ver­dient gemacht haben.

In die­sem Jahr wurde der 1. Schüt­zen­chef des St. Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf-Bilk e.V. und gleich­zei­ti­ges Mit­glied bei den St. Sebas­tia­nern von 1316, Ulrich Mül­ler mit die­ser Pla­kette für seine Ver­dienste im Schieß­sport geehrt.

Ulrich Mül­ler ist seit 42 Jah­ren in ver­ant­wort­li­cher Posi­tion im Schieß­sport tä­tig und wurde bereits 2016 vom dama­li­gen Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel mit der Ehren­ur­kunde für seine her­aus­ra­gen­den Ver­dienste um den Düs­sel­dor­fer Sport geehrt. Mül­ler hat sich in die­sem Bereich nicht nur um die För­de­rung jun­ger Men­schen beim Schieß­sport ver­dient gemacht son­dern schon 1999 das Schie­ßen für blinde Mit­bür­ger in sei­nem Ver­ein eta­bliert. Heute steht, Dank sei­nes Ein­sat­zes zur Inklu­sion, auch ein für Han­dy­cap­s­port­ler geeig­ne­ter Schieß­stand in Bilk zur Verfügung.

Die Schaf­fung der tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für die­sen Schieß­platz wie Behin­der­ten­toi­let­ten, aus­rei­chend Raum für Roll­stuhl­fah­rer, Bar­rie­re­frei­heit und genug Park­plätze dür­fen dabei nicht ver­ges­sen wer­den. Der Schüt­zen­chef von 1316 betonte in sei­ner Rede,:“dass dies alles aus­rei­chende Gründe sind, um den Kame­rad Ulrich Mül­ler für sein gro­ßes Enga­ge­ment für die sport­li­che Nach­wuchs­ar­beit als Schieß­sport­wart in Ver­bin­dung mit dem selbst­lo­sen Ein­satz zur För­de­rung der Men­schen mit Behin­de­rung im Sankt Sebas­tia­nus Schüt­zen­ver­ein Düs­sel­dorf-Bild e.V. mit der Ste­pha­nien-Pla­kette auszuzeichen.“