Freu­de­strah­lend prä­sen­tie­ren die ehe­ma­li­gen Aus­zu­bil­den­den ihre Gesel­len­briefe. Foto: HPS

 

Mit Glück­wün­schen, aber auch mah­nen­den Wor­ten sprach die Elek­tro-Innung Düs­sel­dorf am Wochen­ende 127 Aus­zu­bil­dende von ihren Lehr­lings­pflich­ten frei. Vor 350 Gäs­ten im Stahl­werk an der Ronsdor­fer Straße – unter ihnen Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler und der neu gewählte Kreis­hand­werks­meis­ter Michael Kre­gel – wies Ober­meis­ter Kai Hof­mann dar­auf hin, dass trotz aller coro­nabe­ding­ten Schwie­rig­kei­ten durch­schnitt­lich 88 Pro­zent aller Aus­zu­bil­den­den die Prü­fun­gen bestan­den hät­ten. “Seid daher stolz auf euch und eure Leis­tun­gen – ab heute seid Ihr Vor­bil­der“, betonte Hof­mann. Zugleich appel­lierte der Ober­meis­ter an die frisch geba­cke­nen Gesel­lin­nen und Gesel­len, sich stän­dig wei­ter­zu­bil­den und dem Elek­tro­hand­werk erhal­ten zu blei­ben: „Jeder von uns arbei­tet aktiv am Kli­ma­schutz mit — das ist eine unge­heuer wich­tige Auf­gabe.“ Zum Abschluss sei­ner Rede äu­ßerte Hof­mann den Wunsch nach einem engen Dia­log zwi­schen Hand­werk und Stadt, um zum Bei­spiel auch die Ver­kehrs­mo­bi­li­tät zu ver­bes­sern oder Park­raum­pro­bleme zu lösen.

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler ließ in sei­ner Fest­an­spra­che kei­nen Zwei­fel daran, dass er die­sen Wunsch gerne erfül­len werde: „Las­sen sie uns viel inten­si­ver ins Gespräch kom­men, las­sen sie uns die­sen Dia­log ver­tie­fen und Düs­sel­dorf gemein­sam nach vorne ent­wi­ckeln“, erklärte er. Das Hand­werk seiso Dr. Kel­ler — das Rück­grat der Wirt­schaft in Düs­sel­dorf, und die Stadt benö­tige gut aus­ge­bil­dete und hoch moti­vierte Men­schen. Dr. Kel­ler gra­tu­lierte in die­sem Zusam­men­hang den erfolg­rei­chen Absol­ven­ten der Gesel­len­prü­fung und sagte: „Sie haben tolle Leis­tun­gen voll­bracht, sie haben das nö­tige Know­how, machen sie das Beste dar­aus, ihnen ste­hen jetzt ganz viele Wege offen. Alles Gute für die Zukunft.“

Die mit Span­nung erwar­tete Über­rei­chung der Gesel­len­briefe ver­knüpfte Ober­meis­ter Kai Hof­mann mit der tra­di­tio­nel­len For­mel, in dem er die Lehr­ver­hält­nisse offi­zi­ell für been­det erklärte und die ehe­ma­li­gen Aus­zu­bil­den­den in den Gesel­len­stand erhob. Ganz beson­ders viel Applaus ern­te­ten die drei Jah­res­bes­ten Sommer/Winter 2021/2022: Annika Heu­win­kel (Gebr. Raeke & Speng­ler oHG), Kevin Pietsch- mann (180 o Sicher­heit GmbH) und Saf­wan Shanta (Scheib Elek­tro­tech­nik GmbH). Im Namen aller 60 anwe­sen­den Gesel­len nutzte Annika Heu­win­kel die Gele­gen­heit zu einem Rück­blick auf die Aus­bil­dung eines Corona-Jahr­gangs, plä­dierte für mehr Viel­falt und Respekt und äu­ßerte die Hoff­nung, dass der Weg ins Hand­werk beson­ders für Frauen bes­ser geeb­net werde.

Zur Tra­di­tion der Lehr­lings-Los­spre­chungs­feier gehört seit 48 Jah­ren ein gro­ßes, bun­tes Unter­hal­tungs­pro­gramm. Auch dies­mal hatte die Elek­tro-Innung Düs­sel­dorf neben der Band Gra­vity viele nam­hafte Künst­ler enga­giert. Mit spek­ta­ku­lä­ren Show-Acts begeis­ter­ten ins­be­son­dere die ukrai­ni­sche Tuch­akro­ba­tin Nata­liia Vorona, der Beat­box-Künst­ler Kevin o’Neal, die Cock­tail­spe­zia­lis­ten Take Two und der tür­ki­sche Schau­spie­ler und Komi­ker Ser­hat Dogan. Mode­riert wurde die spek­ta­ku­läre Show von einem nie­der­län­disch-deut­schen Duo: dem Sän­ger und Come­dian Ramon Hop­mann und Sascha Rich­ter, dem Lei­ter des Berufs- und Tech­no­lo­gie­zen­trums der Elek­tro-Innung Düsseldor